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Aktuelles Saarbrücker Zeitung vom 11.06.2017

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Saarbrücker Zeitung vom 11.06.2017

Lokalteil Saarbrücker Zeitung im 11.06. 2017

 
Saarbrücken. Die Saarbrücker Stadtwerke gehören zu den vier Anteilseignern der TNA, die jetzt das Wasserwerk Würzbachtal rund erneuert hat. Jörg Martin

"Das Bauvorhaben ist auch für das St. Wendeler Land bedeutsam", erklärte Joachim Meier, einer der Geschäftsführer der Talsperren- und Grundwasser-Aufbereitungs- und Vertriebsgesellschaft mbH (TNA), als die TNA am Donnerstag ihr umfassend modernisiertes Wasserwerk Würzbachtal einweihte.

"Dank der Investition können wir die Betriebskosten deutlich senken. Zudem führt die moderne Aufbereitungstechnik zu einer erhöhten Betriebssicherheit", freute sich Meiers Geschäftsführer-Kollege Manfred Schmidt. "Wir haben hier eine wichtige Weichenstellung getätigt", meinte Udo Recktenwald, der St. Wendeler Landrat und Aufsichtsratsvorsitzende. Denn die Nordsaarländer haben vor allem im Sommer zu wenig Trinkwasser. Aus diesem Grund wurde bereits 1973 bis 1981 die Nonnweiler Talsperre errichtet. Das dortige Wasser muss jedoch aufbereitet werden. Drei Millionen Kubikmeter Wasser lieferte die TNA gemäß einem Vertrag von 1997 an den Talsperrenverband. Um die Jahrtausendwende bot die Saar Wasser GmbH - damals eine RAG Saarberg-Tochter, die später in der energis GmbH aufging - an, das Wasserwerk Würzbachtal zu verkaufen.

"Wir bekamen das Werk quasi auf dem Silbertablett angeboten und glaubten zunächst an einen Scherz, dachten wir werden verschaukelt. Deshalb haben wir alles genauestens geprüft", blickte TNA-Chef Joachim Meier zurück. Günter Schnur, technischer Leiter der Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel GmbH (WVW), blickte in seinem Vortrag auf die Arbeiten zurück. Der Standort Würzbachtal sei für das gesamte St. Wendeler Land existenziell. Außer für die Gemeinde Nonnweiler, die ein eigenes Wasserwerk hat.

 

Das Wasser wird durch Pumpen mit 500 PS Leistung über 80 Kilometer bei Höhenunterschieden von bis zu 250 Metern in den Norden befördert. Je Pumpe werden 460 Kubikmeter Wasser pro Stunde gefördert. Durch die Modernisierung erhofft man sich unter anderem eine Stromersparnis von bis 20 Prozent. Sozusagen "erster Halt" des Wassers ist der Hochbehälter von Bildstock, wo 2600 Kubikmeter hin geliefert werden. Auch Niederwürzbach wird aus dem Wasserwerk Würzbachtal seitens des Anbieters energis versorgt. Die Modernisierung, die im November 2015 begann, kostete 3,6 Millionen Euro. 20 Monate dauerten die Arbeiten, die während des laufenden Betriebs stattfanden. Die Maschinen-, Elektro-, Steuerungs- und Fernwirktechnik wurden auf den neuesten Stand gebracht, zwei Reinwasserbehälter installiert.

Zum Thema:

Das Wasserwerk Würzbachtal wurde 1937/1938 erbaut. Zu Zeiten der RAG/Saarbergwerke war es eines von deren fünf Wasserwerken im Saarland. Die vier TNA-Gesellschafter Stadtwerke Saarbrücken, Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel GmbH (WVW), energis und Zweckverband Wasserversorgung Ostsaar GmbH (WVO) sind seit 2002 Betreiber des Werks. Aus acht - zwischen 90 und 150 Meter tiefen - Bohrungen werden jährlich vier Millionen Kubikmeter Wasser gefördert.

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